Das BIP hat das
Bruttosozialprodukt im Herbst 1992 als offizieller Maßstab
für die Leistungsfähigkeit der deutschen Volkswirtschaft
abgelöst.
Das
Bruttoinlandsprodukt (BIP) entspricht der Summe aller
Güter und Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres im
Inland von Inländern und Ausländern geschaffen
wurde.
In Deutschland wird
das BIP vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden für jedes
Quartal und das Gesamtjahr errechnet.
Je nach dem wie sich
das BIP entwickelt spricht man von Aufschwung(Prosperität),
Stagnation oder Rezession.
Berechnung des
Bruttoinlandsproduktes
Um zu diesem Wert zu
gelangen, zieht man vom Bruttosozialprodukt die Auslandseinkommen
der Deutschen im Ausland ab und addiert die festen Einkommen der im
Inland wohnenden Ausländer, die ihr Einkommen in Deutschland
erzielen hinzu.
Man spricht auch vom
Saldo der Erwerbs- und Vermögenseinkommen mit dem
Ausland.
Wenn wir die
Entwicklung des BIP betrachten, stellen wir in vielen Jahren
steigende Beträge fest.
1993 ist Deutschland
demnach knapp an einer Rezession vorbeigeschrammt.
Folgende
Bundesländer trugen 2001 mit den dargestellten Werten
bei:
Doch das
ständige Wachstum(nominal) täuscht, denn der Wert
steigt auch dann an, wenn die gleichbleibende Gütermenge mit
den gestiegenen Preisen multipliziert wird.
Erst, wenn man die
Preissteigerungen aus den Werten herausrechnet und Güter und
Dienstleistungen mit konstanten Preisen eines Basisjahres (in der
Graphik 1991) bewertet, ergibt sich der echte, reale Anstieg des
BSP oder BIP.
Prägen Sie sich
nun den Merksatz ein:
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Unter
Wirtschaftswachstum verstehen wir daher den Anstieg
des realen BIP. Die prozentuale Zu- oder
Abnahme bezeichnet man als Wachstumsrate.
Das nominale BIP
bewertet Güter und Dienstleistungen des jeweiligen
Jahres.
Das reale BIP
multipliziert die produzierten Mengen mit den Preisen eines
Basisjahres. Es zeigt daher das tatsächliche Ansteigen oder
Absinken der Wirtschaftsleistung an.
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Nun noch etwas
Mathematik:
Welche Wachstumsrate
als angemessen angesehen werden kann, ist nicht gültig
festzulegen. Das Gesetz nennt bewusst keine Zahlen.
In einer
hochtechnologischen Wirtschaft wird 2-3% als angemessen
gesehen.
Für 2003 hat
die Regierung in einer Erklärung am 28.03.2003 erklärt,
dass man ein Wachstum von 0,25 bis 0,5% erwartet.
Noch am
30.01.2003 hat die Bundesregierung auf Ihrer Internetsite
ein
Wachstum von 0,75%prognostiziert.
Das
Stabilitätsgesetz spricht von stetigem, angemessenem Wachstum.
Das bedeutet, dass extreme Schwankungen, Nullwachstum oder
negatives Wachstum vermieden werden sollen.