Der Preisindex ist
die Messlatte für die Preisstabilität.
Hierzu werden
Warenkörbe erstellt.
Der
Warenkorb
Der Preisindex für die Lebenshaltung will
ein umfassendes Bild der Preisentwicklung vermitteln, soweit davon
die privaten Haushalte betroffen sind. Es ist deshalb erforderlich,
deren Verbrauchsgewohnheiten umfassend und sehr detailliert zu
erfassen und den Berechnungen eines Verbraucherpreisindex
zugrundezulegen.
Es ist aber nicht
möglich und auch nicht erforderlich, die Preise für
alleangebotenen und von privaten Haushalten gekauften Waren
und Dienstleistungen zu erheben. Es ist vielmehr ausreichend, aus
der Fülle des Güterangebots einige hundert
auszuwählen, die stellvertretend sowohl den gesamten Verbrauch
als auch die Preisentwicklung der von den Haushalten nachgefragten
Güter mit hinreichender Genauigkeit repräsentieren. Die
Gesamtheit der ausgewählten Güter heißt Warenkorb.
Der Warenkorb für die Preisindizes in der Bundesrepublik
Deutschland umfasst zur Zeit ca. 750 Waren und
Dienstleistungen.
Diese
Güterauswahl muss von Zeit zu Zeit daraufhin
überprüft werden, ob sie noch den aktuellen
Verbrauchsgewohnheiten entspricht. Es ist dabei nicht nötig,
jede kurzfristige Konsumveränderung exakt abzubilden.
Längerfristige Veränderungen im Verbrauchsverhalten
müssen aber berücksichtigt werden. Darüber hinaus
werden ständig neue Produkte angeboten, alte verschwinden vom
Markt. Dies vollzieht sich aber nicht schlagartig, sondern
über längere Zeiträume hinweg. Die
Veränderungen in der Zusammensetzung des Warenkorbs 1995 im
Vergleich zu 1991 sind daher nicht spektakulär und haben nur
einen geringen Einfluss auf die Ergebnisse der
Verbraucherpreisstatistik.
Jeden Monat werden
zur Messung sog. Preisindices erstellt.
Mit Berichtsmonat
März 2008 wird der Preisindex für die Lebenshaltung auf
das neue Basisjahr 2005 (bisher: 2000) umgestellt.
Gleichzeitig werden Warenkorb und Wägungsschema an die
veränderten Verbrauchsgewohnheiten angepasst.
Mit Berichtsmonat
März 2008 wird die Berechnung
-
des Preisindex für die
Lebenshaltung von 4-Personenhaushalten von Angestellten und
Arbeitern mit mittlerem Einkommen,
-
des Preisindex für die
Lebenshaltung von 4-Personenhaushalten von Beamten und Angestellten
mit höherem Einkommen sowie
-
des Preisindex für die
Lebenshaltung von 2-Personenhaushalten von Rentnern mit geringem
Einkommen auf Bundesebene und in Berlin eingestellt.
-
Die Abgrenzung dieser drei
Haushaltstypen hat immer mehr an Repräsentativität
verloren.
Berechnet wird
zukünftig auf Bundesebene nur noch der "Verbraucherpreisindex
für Deutschland", der die Preisentwicklung für die
Verbrauchsausgaben aller privaten Haushalte in Deutschland
abbildet.
Die
Preissteigerung darf aber nicht überbewertet werden. Sie ist
immer im Zusammenhang mit dem Lohnniveauzu sehen
Warum haben wir
trotz Teuro im März 2009 nur 0,5 Prozent Inflation?
Haben Sie sich schon mal gefragt,
woher es kommt, dass alle über die Teuro- Abzocke klagen,
obwohl die Statistiker nur 0,5 % Inflation ermittelt haben? Der
Grund für die "geringe Inflation" ist der Preisindex des
Statistische Bundesamt: Das Statistische Bundesamt
überprüft monatlich die Preise und stellt dabei einen
Warenkorb mit 750 Waren und Dienstleistungen zusammen. Mieten, die
wegen strenger Gesetze kaum gestiegen sind, haben im Warenkorb ein
großes Gewicht. Dagegen wirken sich Preissteigerungen beim
täglichen Einkauf in der Statistik weniger stark
aus.