Es gibt verschiedene
Arten der Arbeitslosigkeit:
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Saisonale
Arbeitslosigkeit
Die jährlich regelmäßig
wiederkehrende Beschäftigungsschwankungen sind auf die
Witterungsverhältnisse und andere jahreszeitliche
Einflüsse zurückzuführen. So kommt die Arbeit in der
Landwirtschaft oder im Baugewerbe während der Wintermonate
teilweise zum Erliegen. Auch im Tourismus und anderen
Wirtschaftsbereichen gibt es saisonbedingte Schwankungen des
Personals.
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Friktionelle
Arbeitslosigkeit
Die friktionelle Arbeitslosigkeit ist eine auch
als ,,normal" bezeichnete Arbeitslosigkeit. Sie liegt vor , wenn
Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz aufgeben, um sich einen anderen
Arbeitsplatz zu suchen oder/und den Arbeitsplatzwechsel
abzuwickeln. Da Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz normalerweise nur
freiwillig aufgeben, wenn sie begründete Aussicht auf neue
Beschäftigungsmöglichkeiten haben, ist die Dauer der
friktionellen Arbeitslosigkeit kurz (etwa 1 ½ bis 3
Monate).
Eine solche Arbeitslosigkeit ist eine Begleiterscheinung aller
durch Arbeitsvertragsfreiheit gekennzeichnete Arbeitsmärkte
und gerade bei hohem Beschäftigungsgrad eine notwendige
Voraussetzung für die Anpassung der Unternehmen an sich
verändernde Marktlagen und Voraussetzung für eine
optimale Nutzung und Verteilung der Arbeitskräfte.
Die normale friktionelle Arbeitslosigkeit liegt bei 1 bis 2% der
Erwerbspersonen.
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Strukturelle
Arbeitslosigkeit
Von struktureller Arbeitslosigkeit kann man
sprechen, wenn ein Überangebot bestimmter Arbeitsqualität
verursacht wird, die wegen fehlender Anpassungsfähigkeit an
die Struktur der Nachfrage nicht ,,verwertet" werden kann. Tiefer
liegende Ursachen für die strukturelle Arbeitslosigkeit sind
z.B.:
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räumliche Immobilität der
Arbeitskräfte, die einen regionalen Arbeitmarktausgleich
verhindert oder erschwert
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Arbeitsnachfragerückgang durch
Standortänderung von Betrieben ohne entsprechend große
Abwanderung von Arbeitskräften
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Arbeitsangebotszunahme durch ökonomisch oder
politisch bedingte Wanderungen.
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Konjunkturelle
Arbeitslosigkeit
Unter konjunktureller oder zyklischer
Arbeitslosigkeit versteht man eine Arbeitslosigkeit, die durch
zyklische Schwankungen der wirtschaftlichen Aktivität (z.B.
effektive Nachfrage, Produktion und Beschäftigung) in der
Gesamtwirtschaft hervorgerufen, aber auch wieder beseitigt
wird.
Eine spezielle Form im wesentlichen konjunkturellen Arbeitsausfall
ist die Kurzarbeit, d.h. die Reduzierung der wöchentlichen
Arbeitszeit. Sie stellt bei einem vorübergehend angesehenen
Beschäftigungsrückgang eine Möglichkeit dar, die
totale Arbeitslosigkeit einzelner zu vermeiden, also Arbeitsausfall
gleichmäßiger zu verteilen.